Nebukadnezar -Das Buch der Sajaha 13-19

SAJAHA 13

1. Zwei riesige aasfressende Tiere sehe ich auf der Erde – und ich weiß nicht zu sagen, wann.

2. Sie haben Köpfe wie Menschenköpfe, aber Leiber wie von grauen Schweinen; deren Füße aber haben Krallen wie verwilderte Hände einer Mißgeburt. Und auf dem Kopf trägt ein jedes fünf verkümmerte Hörner. Die Köpfe sind zwar fast wie Menschenköpfe, aber doch unsagbar häßlich. Ihre Nasen sind breit, etwa wie die von Schweinen oder merkwürdigen Affen. Ihre Mäuler sind wulstige Höhlen. Ihre Augen ähneln schwarzen Steinen, die keinen Glanz haben. Und ihre Nacken sind fett.

3. Sie stapfen durch die Gärten der Länder und fressen alles auf. Sie waten durch die Flüsse und Meere und fressen alles auf. Sie kriechen durch die Straßen der Städte und fressen alles auf. Was sie aber fressen, ist das, was von selber vor ihnen zu Aas zerfällt.

4. Die Menschen aber fürchten sich vor den beiden Aastieren so sehr, daß sie aus Angst vor ihnen sterben. Und das allein ist der Grund dafür, daß die schlimmen Tiere immer größer und fetter und mächtiger werden; weil die Menschen nicht erkennen, daß die Unholde nichts als Aas fressen können, das-Leben hingegen sehr fürchten müssen.

5. Lange bleibt es so. Bis in der Stille einer sich einen gewaltigen Speer herstellt, in Verborgenheit vor den anderen Menschen, die sich bloß fürchten und nicht zu kämpfen wagen. Der eine jedoch baut seinen Speer, und Ischtar selbst hilft ihm zu stärken die Waffe, und Bel rüstet …

(Ende des Bruchstücks)


SAJAHA 14

1. An Grünlands Meeresstrand bin ich gegangen – viele Stunden lang. Und ich sah durch das lichtene Wasser hinab auf die Erdenwelt. Merkwürdig erschien sie von dort; sonderbar wirkten die Menschen.

2. Durch die Zeiten habe ich hindurchgeschaut – wie auf den Grund eines Meeres. Und ich sah kein Vorher und kein Nachher – alles war. Die Abfolge jedoch spürte ich schließlich.

3. Ober einem Berg in Grünland sah ich weich aufragen, was aussah wie ein kräftiger Zopf, geflochten aus schimmerndem Frauenhaar. Und ganz oben ein Haupt, das zwei Gesichter besaß: Nach der einen Seite das eines Mannes, und nach der anderen Seite das eines Weibes. Und das Gesicht des Weibes war sehr jung, beinahe wie das eines Mädchens; und die riesenhafte Flechte war aus dessen Haaren gebildet. Hoch empor in Grünlands Himmel ragt dieser Doppelkopf.

4. Da begriff ich, daß es Ilus hohes Zeichen ist: Männlich und Weiblich in einem, und doch voller Gegensatz, der eben darum zusammenklingt.

SAJAHA 15

(„Marduks Speer“)Marduk

1 Auf dem Gipfel des Götterbergs waltet Marduk der Zeit. Schlimmes sieht er kommen, kann über lange Zeit dieses Kommen nicht verhindern. Fest steckt seines Speeres Schaft in der gläsernen Decke des Bergs.

2. Dunkeles zieht auf, herrscht über das Lichte. Das Mitternachtsland liegt in Bedrängnis gefangen. Die Leichen gefallener Helden vermodern am Fuße des heiligen Bergs.

3. Der Finsternis Heer drängt von Westen heran; wild wälzt sich von Osten heran die Menge der Sprachlosen. Babylon ist nicht mehr zu retten, Assur ist nicht mehr da, um zu helfen – gelähmt liegt darnieder des Nordlands Kind.

4. Einsam trauert Marduk auf des Weltenbergs Gipfel. Verloren ist die Heimat der Götter. Nicht singen sie mehr, nicht feiern sie Feste, noch rüsten sie stürmisch zum Kampf. Selbst ihre Gedanken liegen in Ketten. Und Ischtar weint um ihr Volk.

5. Da hebt Marduk den Blick empor bis an die Grenzen des höchsten Lichts, wo Ischtar weinend steht. Und er hört Ischtars Stimme zu sich klingen: Herr Marduk! Beschirmer des Mitternachtsbergs! Schleudere deinen Speer gegen den Feind! Errette doch unser Volk!

6. Da sprach Marduk und antwortete ihr: 0 Ischtar! Wie gerne täte ich, was du zu mir sagst! Doch das Volk liegt darnieder, zermalmt ist das Reich, zahllos ist die Gewalt unserer Feinde – und der neue Sargon, der Befreier, der Rächer, der ist noch nicht da.

7. Ischtar aber sah ihn an und sprach: O Marduk! Siehe, was von unten gekommen ist, herrscht auf der Erdenwelt und beherrscht unser Volk, das von oben einst kam. Dulde nicht, daß noch länger das Unten das Oben beherrscht! Schleudere deinen Speer! Derjenige, der ihn auffängt von den Unsrigen, der wird der neue Sargon sein!

8. Da riß Marduk den Speer aus dem Boden heraus, hob ihn hoch und warf ihn mit Wucht auf die Erdenwelt nieder. Und während Marduk dies tat, befahl Ischtar den Gestirnen, ein neues Licht auszustrahlen, unsichtbar.

9. Auf der Erdenwelt tat Marduks Speer seine Wirkung: Einen neuen Willen gebar er dem Volk, eine neue Wut und Waffe – ein neuer Sargon erstand dem Volk; und der ergriff bald Marduks Speer.

10. Und ein gewaltiges Ringen begann – bis das Unten besiegt war und das Oben erhöht und erbaut war das neue Babylon. All dies ist zu schauen in ferner Zeit, all dies wird sein.

SAJAHA 16

(Bruchstück)

1. (… Dieser Tag) ist ein guter, jener Tag ist ein schlechter. Und sie liegen ineinandergefächert oft wie Palmblätter.

2. Denke gesunde Blätter und faulige an ein und demselben Zweig. Noch sind die meisten gesund – bald werden die meisten verfaulen. Gift springt über, zersetzt schnell.

3. Das Böse ist wie ein scharfes Messer, das seine Form zu verbergen weiß und mit Gold sich umhüllen kann. Ein Mädchen fand es, hielt es für einen glitzernden Kamm, und ehe es sich versah, fielen drei Ellen Haares getötet herab. Bis es nachgewachsen ist, werden Jahre vergehen.

4. Wen das Böse beißt, der empfängt schnell schwere Wunden. Nur langsam heilen sie wieder zu.

5. Denn wer vom Bösen gepackt wird, der gleicht dem Mädchen, dessen Haarlänge fiel: Die Saiten, die Schwingung des Guten aufzunehmen, sind ihm genommen oder geschwächt. Schwer ist es, sich jetzt gegen das Böse zu wehren. – Nimm dies als ein sinniges Bild.

6. Wenn du stark bist, so stärke durch dich den, der überfallen wurde vom Biß des Bösen, ahnungslos. Nicht jeder …

(Ende des Bruchstücks)

SAJAHA 17

(Bruchstück)

1. Die Riesenhand hat sich ausgestreckt. Sie greift nach den Strahlen der Sonne. Ihre Finger bluten – aber nicht durch die Sonne verletzt.

2. Die Riesenhand hat die Sonne gepackt – und neunmal gehalten. Dann wich sie zurück, löschte im Meer ihren Schmerz.

3. Die Riesenhand war nicht die Hand eines Riesen. Keiner weiß, was sie war. Jetzt ist sie nicht mehr.

4. Der aufsteigende Hof (?) fuhr zur Morgenröte. Manche zogen mit ihm von Esagila fort.

5. Sie kannten einander – und waren sich doch auch fremd.

(Ende des Bruchstücks)


SAJAHA 18

(Bruchstück)

1. Ein kupferner Spiegel – leuchtend – verwirrend den Unkundigen. Sein blankes Metall greifst du nicht an, es will deinen Blick.

2. Und du schaust durch den Spiegel über die Ränder der Zeiten. Auf seinem Wasser reisen die Kundigen.

3. Auf dem Gipfel des Weltenbergs landet des so dahinreisenden Wanderers Schiff. Niemals findet die Reise ein Ende, die so begann. Den Schall der Stimmen vernimmst du, die sonst keiner hört.

4. Ich sah durch den Spiegel, ich sah den Wanderer. Vom Gipfel des Weltbergs aus winkte er mir zu, ihm zu folgen. Ich aber blieb, treu meinem König.

5. Dort oben sammelt der Wanderer Früchte …

(Ende des Bruchstücks)


SAJAHA 19

(Bruchstück)

1. Die Gesänge der Seligen, begleitet von Harfen, Flöten und Pauken, könnt ihr wohl hören, so ihr nach ihnen lauscht!

2. Und mehr noch vermögt ihr, wenn euer Wille die Stärke hat.

3. Dann könnt ihr das Kleid eures Diesseits verlassen und hinüber in andere Welten gehen. Und achtet: Alle Verstorbenen trefft ihr dort wieder – und sie sind jung! Und sie …

(Ende des Bruchstücks)

gefunden bei: http://www.ginsterburg.de/t87f4-Das-Buch-der-Sajaha.html

gefunden bei: http://www.youtube.com/watch?v=wg1mKs5Slrc

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danke an TA KI

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Gruß an das Alte Wissen

Der Honigmann

 

 

Egon Tech

FREUNDE,

man sollte diese weisen Texte mehrfach lesen, erstens sind sie sehr schwer verständlich und zweitens beinhalten sie so ungeheure Wahrheiten, dass sie zum Lehrstoff gehören sollten….nehmt die Zeichensetzungen ernst und transferiert sie ins HEUTE und KOMMENDE…ERSTAUNEN wird dijenigen ergreifen, die WISSEN,wissen wollen….!!

danke TA KI…ausgezeichnet….!

LG, der Schöpfung verpflichtet, “ET” etech-48@gmx.de egon tech

 

Quelle: http://derhonigmannsagt.wordpress.com/2013/08/13/nebukadnezar-das-buch-der-sajaha-13-19/

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